Interview mit Weltmeister Lukas Huber

Nach dieser grandiosen Reise und Weltmeisterschaft, kehrte Lukas Huber in seine beschauliche schöne Heimatstadt Brixen in Italien zurück. Wir haben leider nicht die Chance gehabt, Ihn dort zu besuchen aber dafür hatten wir über den digitalen Weg ein sehr sympathisches Interview mit ihm.

 

 
Hi Lukas, als aller erstes. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Meisterschaftsgürtel, der sieht verdammt gut aus!


Gibbon:
Wie war die Stimmung in Boston?

 

Lukas: Ich war leider nur 4-5 Tage in Boston aber die Zeit habe ich es sehr genossen. Das Publikum war einfach super, sowie der ganze Aufbau der Lokation und der Organisation. Trotz alledem, war es für jeden Rider eine Herausforderung. Mit dem neuen Regelwerk wo jeder gegen jeden antreten musste, war es für mich bislang die größte Herausforderung.

 

Gibbon: Wir widmen uns mal dem Finale, wo du gegen Alex “The Machine” antreten musstest. Wie ist es für Dich, einen so jungen Rider zu sehen, der bereits in Finals gegen Dich und Andy Lewis besteht? Hast Du eine kleine Prognose darüber, wie die Zukunft von Slacklining aussehen wird?

 

Lukas: Wir müssen uns auf die Zukunft vorbereiten. Die Szene entwickelt sich rasend schnell, man sieht auf den verschiedensten Wettbewerben immer wieder eine Menge „underground“ rider wo man in erster Linie nicht weiß, wie gut sie sind. Sobald die auf der trick line sind, sieht man Combos die einem bislang unbekannt gewesen sind. Es ist so ähnlich als wenn man zum aller ersten mal Alex begegnet. Die Zukunft hat noch so einiges auf Lager.

 

Gibbon: Wie ist das Verhältnis zwischen den Ridern? Jedesmal wenn ich einen Kontest von euch live gesehen habe, war dieser starke familiäre Zusammenhalt in der Luft. Auf die Art „free hugs for everyone“!

 

Lukas: Genau so, wie du es erlebt hast, ist es auch. Sobald wir uns bei einem Kontest oder Teamtreffen sehen, haben wir immer eine Menge Spaß zusammen. Es geht um die Familie die dadurch entstanden ist und um die Unterstützung die sie jedem von uns gibt.

 

Gibbon: Welche Slackline bevorzugst du zum Trick- und Highlining?

 

Lukas: Für das Tricklining bevorzuge ich stets die Surfer Line. Mit ihr kann ich die Länge variieren und persönlich ist sie für mich wesentlich weicher als die anderen. Und sobald eine Highline ansteht, wird meine erste Wahl immer auf die Pro Line fallen.

 

Gibbon: Wie bekommst Du das Gleichgewicht zwischen Deinem Schul-/Privatleben und Deinem Slacklife auf die Reihe? Ist es eher ein kontrolliertes Chaos oder einfach nur Chaos?

 

Lukas: Das läuft ziemlich gut. Für mich steht mein Schulabschluss immer noch an erster Stelle. Sobald ich mit diesem Schuljahr fertig bin, werde ich auf eine Universität gehen. Meine Familie unterstützt mich so gut sie kann und mein Schulleiter gewährt mir bereits jetzt gewisse Freiheiten sobald ein Wettbewerb ansteht. Das Lernen muss dann während den Flügen oder im  Hotel nachgeholt werden, alles im allem lohnt sich aber jede Minute die ich unterwegs bin.

 

Gibbon: Und zu guter Letzt, was für Ziele hast du für 2013?

 

Lukas: Da gibt es so einige, ich werde es so wie in diesem Jahr angehen nur zudem will ich viele neue Plätze entdecken und bereisen. Ich hoffe dass es wieder zahlreiche Wettbewerbe geben wird, wo vielleicht auch welche in Ländern abgehalten werden, die ich bis jetzt noch nicht gesehen habe. Dadurch wird auch die Gemeinschaft weiter wachsen und ich muss nur noch meine Titel verteidigen, dann läuft alles so wie man sich es wünscht.

 

 
Es war uns eine riesen Freude mit dir Lukas, du hast uns gezeigt, worum es beim Slackline in erster Linie geht. Um die Line! Den Gedanken den du verfolgst und weitergibst sieht man viel zu selten in der Welt des Sports. Slackline ist einer der letzten Sportarten, wo der Spaß und das Zusammenkommen noch immer an erster Stelle steht und erst danach folgt das Preisgeld.
Vielen Dank!